Liquiditätsrisikomanagement und Liquiditätsstresstest für offene Fonds
Seminarinhalte
Im Rahmen des Seminars werden die aktuellen Vorgaben zum Liquiditätsrisiko-management gemäß dem OGAW- und AIFM-Regelwerk sowie den ESMA „Guidelines on Liquidity Stress Tests“ detailliert erläutert. Die Teilnehmer erhalten fundierte Einblicke in die regulatorischen Anforderungen, die im Bereich der Fondsverwaltung und Risikosteuerung von zentraler Bedeutung sind.
Im Mittelpunkt des Seminars steht die praktische Umsetzung dieser Vorgaben, wobei gezielt auf Strategien eingegangen wird, wie Unternehmen mit den gestiegenen Anforderungen, aber auch mit bestehenden Unsicherheiten umgehen können. Anhand von Praxisbeispielen wird das theoretisch Erlernte anschaulich verdeutlicht und vertieft, um einen hohen Praxisbezug sicherzustellen.
Zielgruppe: Mitarbeiter aus den Bereichen Steuerung und Bewertung von Risiken, Geschäftsführung, Abteilungsleitung, Mitarbeiter im Fondscontrolling.
Termine:
20.04.2026 | 9:30 - 17:00 (Präsenz)
20.10.2026 | 9:30 - 17:00 (Präsenz)
Liquidität im Kontext offener Investmentvermögen
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Koordinierung der Aktiv- und Passivseite
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Fragestellung, Rollen, Beteiligte
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Datenbedarf und Quellen für das Management der Liquidität
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Einflussgrößen der Liquiditätssteuerung:
- Investoren, Fondsarten, Struktur des Fonds
- Exemplarisch: Swing Pricing, Gating, Rückgabefristen
- konkretes Vorgehen
Regulatorische Vorgaben EU
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Einordnung, Verweise, wo ist was definiert?
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EU-Richtlinien, -Verordnungen
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additive Guidelines etwa ESMA
Liquiditätsmanagement, Liquiditätsrisiko (1)
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Liquiditätsmanagement
- eingebetet in Risiko- und Anlagemanagement
- Konkretisierung für UCITS offene AIF
- Sonderfall Zielfondsüberwachung
- Aktuelle Änderungen im Rahmen des AIFMD II -
Liquiditätsrisiko
- Aspekt I Aktivseite Einfluss der Derivateverordnung
- Aspekt II Passivseite:
Instrumente auf der Passivseite (Gating, Swing)
Messung des Risikos
Liquiditätsmanagement, Liquiditätsrisiko (2)
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Risikomanagement als Rahmen für Liquiditätsmanagement
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BVI-Leitlinien zur Beurteilung von Liquiditätsrisiken in Publikumsfonds:
- Liquiditätsquote, Benchmarking der Liquiditätsquote
- Praxisbsp: Bedeckungsquote u. Liquiditätsstressquote -
Alternative Verfahren (LiqVaR)
Beispiel Geldmarktfonds
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Regulierungen: VO (EU) 2017/1131 (= GMF-VO)
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Zulässige Anlagen und Limits
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Stresstests, Leitlinien für Stresstestszenarien
Beispiel Immobilienfonds und dessen Liquiditätsvorschriften
Beispiel ELTIF und dessen Liquiditätsvorschriften
Ihr Referent

Armin Jacobi
Geschäftsführer, Averroes Concept Lounge GmbH
Armin Jacobi ist Kenner sowohl des deutschen als auch des internationalen Investmentcontrollings und Risikomanagements. Neben seiner Kenntnis der Theorie und der gesetzlichen Rahmenbedingungen hat Herr Jacobi in zahlreichen Unternehmen in Deutschland, Luxemburg, England, Irland, Italien und der Schweiz bei der Reorganisation der Investmentcontrollings mitgewirkt.
Armin Jacobi studierte 1982-1988 Wirtschaftsingenieurwesen an der Universität TH Karlsruhe und war in dieser Zeit wiss. Assistent am IBM Forschungslabor in Heidelberg und Mitarbeiter bei HP Böblingen. Nach seinem Start im Fraunhofer Institut 1988 war er im Zeitraum 1993 bis 2001 Vorstand der Aquin Group AG. 2001 gründete er die Averroes Concept Lounge GmbH. Weiteres: www.averroesconcept.de
Liquiditätsmanagement in der Theorie einfach, wenn man tiefer einsteigt und Theorie und Praxis zusammenbringt, eine Dauerbaustelle. Entsprechend wichtig, ein Referent, der mit vielen Brancheninsidern spricht und diverse Umsetzungsprojekte in den Fondsgesellschaften verfolgt / begleitet.
Bettina Hesse-Völkel, Geschäftsführung ICEP GmbH




